Wahlserie zur Energiepolitik: Heute mit Daniel Wyssflickr

Wahlserie zur Energiepolitik: Heute mit Daniel Wyss

Publiziert am 5. Oktober 2011, 0 Kommentare

Vor den Wahlen 2011 fühlen wir bisherigen Nationalräten und neuen Kandidatinnen und Kandidaten auf den energiepolitischen Zahn. Heute gibt Daniel Wyss, Kandidat der Liberalsozialen Auskunft.

Daniel Wyss, bitte vervollständigen Sie bei jeder Aussage den angefangenen Satz

Bundesrat und Nationalrat wollen aus der Kernenergie aussteigen. Das finde ich die korrekte Entscheidung. Es ist höchste Zeit, dass wir endlich Druck auf die Stromproduzenten erzeugen. Erneuerbare Energien werden nur weiterentwickelt, wenn der Ausstieg beschlossen wird.

In Zukunft kommt unser Strom aus der Wasserkraft und vor allem auch aus der Windenergie.

Durch Energieeffizienz kann Strom eingespart werden. Wenn das nicht ausreicht um die ambitionierten Ziele des Bundesrates zu erreichen, verzichte ich als erstes auf übermässige Beleuchtung und veraltete Technologien im Alltag.

Niemals verzichten könnte ich hingegen auf moderne Kommunikation.

Im Winter ist der Stromverbrauch in der Schweiz am höchsten, die Produktion der meisten Energieträger hingegen am tiefsten. Ohne AKWs fehlen im Winter 60 Prozent des Stroms, dieser wird ersetzt durch zusätzliche Wasserkraftwerke, Windenergie und in der Übergangsphase wohl leider auch durch Gaskraftwerke.

Höhere Strompreise in einem fairen Umfang werden leider in Zukunft kaum zu verhindern sein.

Für die Klimapolitik der Schweiz bedeutet die zukünftige Energiepolitik eine Chance. Gerade die Kernenergie ist längerfristig für die Umwelt nicht tragbar. Der CO2 Ausstoss wird aber in den kommenden Jahren wohl nicht wie geplant reduziert werden.

Der grösste Irrtum in der Energiepolitik ist, dass Kernenergie gut für die Umwelt ist.

2034 wird die Schweiz ohne Kernenergie ausreichend mit Strom versorgt sein.

Daniel Wyss (Homepage, Facebook, Twitter) kandidiert für die Berner Liberalsozialen für den Nationalrat. Der 32-jährige Berner arbeitet als Produkt Manager.

Bis zu den eidgenössischen Wahlen 2011 befragen wir in loser Folge bisherige Nationalräte und neue Kandidaten. Alle bisherigen Artikel finden Sie hier.